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Seismische Tomographie (Refraktion/Reflexion) in Trier – Untergrund klar abbilden

Strenge Prüfung. Klare Berichte.

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Triers Hanglagen entlang der Mosel und die römische Baugeschichte stellen besondere Anforderungen an die Baugrunderkundung. Unter dem Pflaster der ältesten Stadt Deutschlands liegen nicht nur Kulturschichten, sondern auch devonische Schiefer, die tiefgründig verwittern und in ihrer Festigkeit stark schwanken können. Die seismische Tomographie liefert ein hochauflösendes Bild dieser Untergrundverhältnisse, ohne den Boden aufzureißen. Das Verfahren nutzt Refraktions- und Reflexionswellen, um Schichtgrenzen, Verwitterungszonen und mögliche Störungsflächen zu kartieren. Gerade im Trierer Talkessel, wo quartäre Auelehme und Terrassenschotter auf den unterdevonischen Hunsrückschiefer treffen, ergänzen wir die geophysikalische Erkundung mit einer Korngrößenanalyse zur Kalibrierung der seismischen Geschwindigkeiten an den lithologischen Wechseln.

Tomographische Profile zeigen nicht nur die Tiefe des Felshorizonts, sondern auch, ob der Übergang allmählich oder sprunghaft erfolgt – entscheidend für die Gründungsart.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Das Moseltal bei Trier mit seinen steilen Prallhängen und sanften Gleithängen zeigt kleinräumig wechselnde Untergrunddynamik. Hangschuttdecken überziehen den anstehenden Fels, und in den Seitentälern sammeln sich Schwemmfächer aus grobem Schieferbruch. Ein reines Bohrprogramm stößt hier schnell an Grenzen. Die seismische Tomographie kartiert diese Übergänge lückenlos. Wir setzen Geophone in engen Abständen und regen mit einem beschleunigten Fallgewicht an. Die Laufzeitkurven der P- und S-Wellen werden tomographisch invertiert – so entsteht ein 2D-Profil der seismischen Geschwindigkeiten. Für Bauvorhaben auf den Buntsandstein-Rücken östlich der Innenstadt, wo Klüftung und Verkarstung die Standsicherheit beeinflussen, kombinieren wir die Methode oft mit einem CPT-Versuch, um die geophysikalischen Indizien punktuell mechanisch zu verifizieren.
Seismische Tomographie (Refraktion/Reflexion) in Trier – Untergrund klar abbilden
Technische Referenz — Trier

Lokaler geotechnischer Kontext

Ein unterschätzter Aspekt in Trier ist die seismische Anisotropie des geschieferten Untergrunds. Die seismische Geschwindigkeit parallel zur Schieferung kann deutlich höher sein als senkrecht dazu. Wer diesen Effekt nicht erkennt, leitet falsche Steifigkeiten für das Baugrundmodell ab. Ein weiteres Problem: trockene Schotterkörper in den Hochterrassen dämpfen die Scherwellen kaum, erzeugen aber starke Streuung. Die tomographische Inversion muss diese Effekte mit geeigneten Startmodellen kompensieren. Unser Auswertealgorithmus berücksichtigt die lokale Geologie – vom Olewiger Schiefer bis zum Kordeler Sandstein – und rechnet mit variablen Dämpfungsparametern. Nur so lassen sich Fehlinterpretationen vermeiden, die später zu kostspieligen Nachgründungen führen.

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Normativer Rahmen

DIN EN ISO 22475-1 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung, DGGT-Empfehlungen des AK 2.2 – Seismische Verfahren, DIN 4099 – Anwendung geophysikalischer Verfahren für bautechnische Zwecke, Eurocode 7 (DIN EN 1997) – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
MessverfahrenRefraktions- und Reflexionstomographie (P- und S-Wellen)
ErkundungstiefeBis 60 m bei Refraktion, bis 150 m bei Reflexion (standortabhängig)
AuflösungSchichtmächtigkeiten ab 0,5 m auflösbar
AnregungBeschleunigtes Fallgewicht oder Hammerschlag
AuswertungTomographische Inversion (Raytracing, Wellenpfad-basiert)
Normative GrundlageDIN EN ISO 22475 und Empfehlungen des Arbeitskreises Auswertemethoden (DGGT)
Ergebnisprodukte2D-Geschwindigkeitsprofile, Profilschnitte, interpretierte Schichtmodelle

Fragen und Antworten

Welche Auflösung erreicht die seismische Tomographie im Trierer Schiefergebirge?

Im verwitterten Hunsrückschiefer lassen sich Schichtmächtigkeiten ab etwa 0,5 Meter auflösen. Die laterale Auflösung hängt vom Geophonabstand ab – bei engem 2-Meter-Raster kartieren wir auch schmale Rinnen oder steil stehende Störungen. Die Genauigkeit der Tiefenangabe liegt typischerweise bei ±5 % der Erkundungstiefe.

Kann die Messung auch auf asphaltierten Flächen in Trier durchgeführt werden?

Ja. Wir koppeln die Geophone mit Haftfüßen direkt auf Asphalt oder Beton. Die seismischen Wellen durchdringen die Deckschicht und liefern darunterliegende Informationen. Einschränkungen gibt es nur bei stark bewehrtem Beton oder Pflaster mit großen Hohlräumen.

Was kostet eine seismische Tomographie in Trier?

Die Kosten hängen von der Profillänge und der geforderten Eindringtiefe ab. Für typische Baugrunderkundungen in Trier bewegen sich die Investitionen zwischen €2.820 und €4.220. Ein detailliertes Angebot erhalten Sie nach Klärung der Messaufgabe.

Wie lange dauert die Auswertung der seismischen Daten?

Die Feldmessung ist meist an einem Tag abgeschlossen. Die tomographische Inversion und die geologische Interpretation benötigen drei bis fünf Werktage. Bei dringenden Projekten liefern wir Vorab-Ergebnisse innerhalb von 48 Stunden.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Trier und Umgebung.

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