GEOTECHNIK
TRIER
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Bemessung aktiver und passiver Verankerungen für Baugruben und Hangsicherungen in Trier

Strenge Prüfung. Klare Berichte.

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Bei einer Baugrubensicherung am Hang des Petrisbergs, wo der Übergang vom verwitterten Schiefer zum gesunden Fels innerhalb weniger Meter erfolgt, zeigt sich die Komplexität des Trierer Baugrunds besonders deutlich. Die Altstadt selbst liegt auf einer quartären Flussterrasse der Mosel, während die Hänge von devonischem Hunsrückschiefer geprägt sind – ein inhomogenes Gebirge, das bei der Bemessung von Verankerungen eine sorgfältige Unterscheidung zwischen aktiven und passiven Systemen erfordert. Aktive Anker werden vorgespannt, um Verformungen im Vorfeld zu minimieren, was bei der unmittelbaren Nachbarschaft zu historischen Bauten wie der Konstantinbasilika unverzichtbar ist. Passive Anker hingegen entwickeln ihre Tragwirkung erst durch Relativverschiebungen im Boden und eignen sich für tiefere Felshorizonte, wo geringe Deformationen tolerabel sind. Für Baugruben an der Moselweinstraße, wo der Grundwasserspiegel saisonal stark schwankt, kombinieren wir diese Bemessung häufig mit einem Korngrößenanalyse des anstehenden Terrassenschotters, um die Mantelreibung realistisch abschätzen zu können.

Im Trierer Hunsrückschiefer entscheidet die Kluftorientierung oft mehr über die Ankertragfähigkeit als die Gesteinsfestigkeit selbst – ein Detail, das nur lokale Erfahrung abbildet.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Die geologischen Bedingungen Triers mit den drei prägenden Einheiten – der Moseltal-Flussaue, den steilen Schieferhängen und den hochgelegenen Buntsandstein-Plateaus – erzwingen eine differenzierte Herangehensweise an die Verankerungsbemessung. Während im quartären Kies der Talsohle der Nachweis gegen Herausziehen oft bemessungsrelevant wird und hohe Injektionsdrücke vermieden werden müssen, dominiert an den Hängen die Bruchmechanik des geklüfteten Schiefers. Die Ankerlängen variieren in Trier lokal drastisch: Im Bereich der Zurmaienerstraße nahe der Porta Nigra können 12 Meter ausreichen, um den tragfähigen Fels zu erreichen, während am steilen Olewiger Hang oft 18 bis 25 Meter nötig sind, um hinter die Gleitfuge zu kommen. Für die Kalibrierung der Rechenmodelle nach EC 7-1 (EN 1997-1:2004) und der zugehörigen DIN EN 1997-1/NA greifen wir ergänzend auf In-situ-Versuche zurück, etwa den Plattendruckversuch zur Bestimmung des Verformungsmoduls in der Lockergesteinsüberdeckung, bevor der Fels erreicht wird.
Bemessung aktiver und passiver Verankerungen für Baugruben und Hangsicherungen in Trier
Technische Referenz — Trier

Lokaler geotechnischer Kontext

Der Kontrast zwischen der hochwassergefährdeten Talsohle und den rutschungsanfälligen Hängen in Trier lässt sich kaum pointierter darstellen als mit dem Vergleich der Baugrundrisiken in Trier-Süd gegenüber den Villengebieten am Weißhauswald. In der Moselniederung, etwa im Gewerbegebiet Trier-Euren, führen schwankende Grundwasserstände und die Wechsellagerung von Auelehm und sandigem Kies dazu, dass temporäre Anker ihre Vorspannkraft durch Konsolidierung des umgebenden Bodens teilweise einbüßen können – ein Phänomen, das bei der Kurzzeitbemessung häufig unterschätzt wird. An den Schieferhängen oberhalb der Kaiserthermen hingegen besteht die Gefahr von progressivem Versagen entlang durchgehender Kluftscharen: Ein einzelner überlasteter Anker kann eine Kettenreaktion auslösen, wenn die Krafteinleitung nicht tief genug hinter der potenziellen Gleitfläche erfolgt. Die ingenieurtechnische Herausforderung liegt in der korrekten Identifikation des Kluftkörper-Reibungswinkels, der selbst innerhalb eines Baufelds um 5 bis 8 Grad streuen kann.

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Normativer Rahmen

DIN EN 1997-1:2014-03 (Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik) mit nationalem Anhang DIN EN 1997-1/NA:2010-12, DIN 1054:2021-04 (Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau), DIN EN 1537:2014-07 (Ausführung von Arbeiten im Spezialtiefbau – Verpressanker), DIN EN ISO 22477-5:2019-08 (Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Prüfung von geotechnischen Bauwerken und Bauwerksteilen – Teil 5: Eignungsprüfung von Verpressankern), EAU 2020 (Empfehlungen des Arbeitsausschusses Ufereinfassungen) für wasserseitige Verankerungen an der Mosel

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
BemessungsnormDIN EN 1997-1/NA, DIN 1054:2021-04
Prüfverfahren (Eignung)DIN EN ISO 22477-5 (Injektionsanker)
KorrosionsschutzstufeKlasse I (temporär) oder II (permanent) nach DIN EN 1537
Typische Prüflast1,1 x Bemessungswiderstand (DIN 1054)
Mindestankerneigung10° gegen die Horizontale (Entwässerung)
Zulässige Setzung (aktiv)< 0,5 % der Ankerlänge im Gebrauchszustand
BohrverfahrenDrehschlag- oder Imlochhammerbohrung, je nach Felsqualität

Fragen und Antworten

Mit welchen Kosten muss ich für die Bemessung eines verankerten Baugrubenverbaus rechnen?

Der Referenzbereich für diese Leistung in Trier liegt bei €1040 - €3.290. Der Endpreis hängt vom Projektumfang ab.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Trier und Umgebung.

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