Die DIN EN ISO 17892-12 verlangt eine normierte Bestimmung der Konsistenzgrenzen – und in Trier mit seinen wechselhaften Moselterrassen und verwitterungsanfälligen Hunsrückschiefer-Verwitterungslehmen ist dieser Laborversuch oft planungsentscheidend. Wir sehen regelmäßig, dass die Fließgrenze in den Auelehmen des Moseltals deutlich von Werten abweicht, die man in den Hanglagen der Eifelausläufer misst.
Für ein vollständiges Bild des Feinkornanteils ergänzen wir die Atterberg-Grenzen mit der Korngrößenanalyse, denn die Plastizität allein sagt noch nichts über die Sieblinie aus. Und wenn verdächtige Weichschichten in größerer Tiefe anstehen, klärt die CPT-Sondierung die Schichtgrenzen zerstörungsfrei, bevor die Laborversuche beginnen.
Die Fließgrenze ist kein akademischer Wert – sie entscheidet über die Einstufung von Auelehm als setzungsfähig oder standsicher.



