Die römischen Baumeister Triers setzten ihre Fundamente noch auf massiven Pfahlrosten in die sumpfigen Ufer der Mosel – eine Technik, die bei den jüngeren Hochwassern und dem schwankenden Grundwasserspiegel der Stadt auch heute noch Bewunderung verdient. Der moderne Tiefbau in der ältesten Stadt Deutschlands steht vor einer ähnlichen Herausforderung: Die quartären Auenlehme und die darunter liegenden Terrassenschotter weisen eine hohe Heterogenität auf, sodass Setzungen unter konzentrierten Lasten schwer vorhersehbar sind. Mit einer rechnerisch und versuchstechnisch abgesicherten Bemessung von Schottersäulen lassen sich diese Risiken gezielt minimieren. Unser Labor stützt sich auf die DIN 4094-3 für Drucksondierungen und die DIN 4017 für den Grundbruchnachweis, ergänzt durch örtliche Erfahrung in den Stadtteilen Trier-Mitte, Ehrang und den Hanglagen von Olewig – wo der anstehende Buntsandstein zusätzliche Randbedingungen für die Lastabtragung vorgibt.
Die rechnerische Nachweisführung nach Priebe liefert für die Auenlehme Triers Verbesserungsfaktoren von n₂ = 2,1 bis 3,4 – abhängig vom Überlagerungsdruck und der Säulensteifigkeit.



