Die Geologie Triers wird von den Schieferformationen des Rheinischen Schiefergebirges und den quartären Ablagerungen des Moseltals geprägt. In den Talauen stehen oft weiche Auelehme und sandig-kiesige Terrassensedimente an, während die Hanglagen von verwittertem Tonschiefer und Sandstein dominiert werden. Diese kleinräumig wechselnden Baugrundverhältnisse erfordern eine Erkundungsmethode, die sowohl die Schichtgrenzen als auch die mechanischen Eigenschaften der Böden kontinuierlich erfasst. Der CPT-Versuch (Cone Penetration Test) liefert genau diese Daten: Spitzendruck, Mantelreibung und Porenwasserdruck werden in einem einzigen Sondiervorgang aufgezeichnet. Anders als bei diskontinuierlichen Verfahren entsteht ein lückenloses Tiefenprofil, das es uns erlaubt, selbst dünne Zwischenschichten zuverlässig zu identifizieren. In Trier setzen wir das CPT-Verfahren ein, um die Tragfähigkeit des Baugrunds präzise zu bewerten, bevor überhaupt die erste Baggerschaufel ansetzt. Die Nähe zur Mosel und die damit verbundenen Grundwasserschwankungen machen die Erfassung des Porenwasserdrucks zu einem entscheidenden Faktor für die Standsicherheitsberechnung.
Die kontinuierliche Erfassung von Spitzendruck und Porenwasserdruck macht den CPT-Versuch im heterogenen Baugrund des Moseltals unverzichtbar.



